? Definition: Was ist ein "Berliner Testament"?

Das “Berliner Testament” ist eine Sonderart des gemeinschaftlichen Testaments zwischen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern. Die Ehegatten setzen sich gegenseitig als Alleinerben ein. Gleichzeitig wird ein Dritter als Erbe auf den Längstlebenden eingesetzt, in der Regel die eigenen Kinder.

Beispiel:

“Wir, die Eheleute Trude Lustig, geborene Silberschmitt, und Gerhard Lustig, setzen uns gegenseitg zu alleinigen und unbeschränkten Erben ein.

Erbe des Längstlebenden von uns ist unser Sohn Michael Lustig, wohnhaft in Stuttgart.”

Das “Berliner Testament” dient dem Zweck, dass das Vermögen in der Familie bleibt. Der überlebende Ehegatte soll nach dem Ableben des Erstversterbenden vor den Forderungen der Kinder geschützt werden.

Da das “Berliner Testament” um 1900 sehr oft im Berliner Raum angewandt worden ist, trägt es seither diesen Namen.